Unterricht – Besenflug 1.

Mein erster Flug auf einem Besen. Eine ganze Woche lang habe ich diesem Ereignis entgegengefiebert, die Bücher gewälzt und mir die Theorie vorgestellt. Fliegen wollte ich schon immer mal. Flugzeuge sind langweilig, aber sich selbst in die Luft zu erheben und sich den Wind um Nase wehen lassen, davon habe ich nur träumen können. Heute ist es soweit. Ich bin aufgeregt und halte den Besen fest in der Hand.

Die Lehrerin gibt noch ein paar letzte Hinweise und gibt das okay dafür, dass wir uns bereit machen können. Ich nehme den Besen zwischen meine Beine und konzentriere mich auf die Magie und das Holz. Dann stoße ich mich vom Boden ab. Ganz langsam steige ich empor und fühle den Nervenkitzel. Langsam lehne ich mich vor und der Besen macht einen schnellen Satz nach vorn. Überrascht reiße ich den Besen zurück und bremse ab. Es ist fantastisch und so aufregend, ich bin neugierig darauf, was ich alles machen kann.

Ich mache einige Schlenker, probiere aus welche Grenzen ich habe, wie es sich anfühlt und langsam werde ich sicherer in meinen Bewegungen. Es macht großen Spaß, ich genieße die Freiheit und die Luft. Doch die Stunde ist viel zu schnell vorbei. Ich lande und lasse den Besen verschwinden. Mit Vorfreude auf die nächste Flugstunde gehe ich aufs Zimmer zurück.

Hexenkessel

Es war mein erster Tag in der Hexenschule. Mein erster Tag in dieser neuen Situation. Noch bevor ich meine erste Prüfung ablegen könnte, sollte ich mich zum Hexenkessel begeben um mein Mana aufzuladen und zu meiner inneren Magie zu finden. Voller Tatendrang begab ich mich also zur Manaquelle und sah wie die anwesende Hexe ein Aushilfe-gesucht-Schild an die Pinnwand steckte. Extrem motiviert, bot ich mich sofort an. Ich hatte zuvor schon in vielen Geschäften und Läden ausgeholfen und Erfahrung gesammelt, aber ein Spa war mal was Neues.

Da es jedoch im Hexenkessel darum ging sein Mana wiederherzustellen und ich ja sowieso noch keines aufgeladen hatte, machte ich mich daran das Bad auf herkömmlichem Wege zu säubern. Ich nahm mir Lappen und Eimer und kümmerte mich zuerst um die Oberflächen bis alles glänzte. Dann kam der Boden dran, ich wischte ausgiebig die Holzdielen und Fliesen. Zum Schluss legte ich Handtücher bereit und füllte die Seifenspender auf. Das Spa hatte ein tolles Flair und nun konnte ich mich auch schlussendlich entspannen gehen.