Mittsommerfest mit Maron und Luni

Endlich ist es soweit und das Mittsommerfest hat begonnen. Luni hat sich schon gefreut, dass es endlich beginnt, denn Ihr hat das Schulfest auch schon so viel Spaß gemacht.

Sie hat von ihren Mitschülern (Maron und Felo) erfahren, dass es Brauch ist zu diesem Fest Tautröpfchen mit seiner Elfe zu sammeln. Leider können diese Tautröpfchen nur früh am Morgen gesammelt werden, also gingen Luni und Aura rechtzeitig ins Bett, damit sie am nächsten Tag früh aufstehen konnten um alle Tautröpfchen zu sammeln.

Der nächste Morgen brach an, Luni und Aura standen sehr früh auf und waren beide noch recht müde aber waren auch aufgeregt. Luni hatte die Idee mal in den Laden „Zum Tautröpfchen“ zu gehen, da es für sie am logischsten erschien dort eventuell ein Tautröpfchen zu finden oder eventuell Hinweise zu erhalten, wo man diese finden kann.

Sie sollte Recht behalten und beide finden Ihr erstes Tautröpfchen und erhielten von der Ladenbesitzerin auch noch den Hinweis, das diese Tropfen wirklich überall zu finden sind, sei es im Wald oder in der Nähe anderer Läden. Das zweite Tröpfchen ließ nicht lange auf sich warten und dies fand Aura in der Elfenadoption, eigentlich wollte sie dort nur mal vorbeischauen und Hallo sagen. Jedoch fand sie dort ebenfalls ein Tautröpfchen.

Da kam beiden dann die Idee wenn ein Tröpfchen dort ist, könnte man ein weiteres Tröpfchen am Kindergarten finden. Beide ließen nicht lange auf sich warten und gingen schnurstracks zum Kindergarten. Luni überlegte sogar kurzzeitig, wie toll es doch wäre noch ein Hexenbaby aufzunehmen, allerdings noch nicht zu diesem Augenblick, da sie sich erst wirklich zurecht finden will und selber erstmal auf 2 Beinen stehen möchte und sich auch erstmal um Aura kümmert. Beide fanden am Kindergarten dann ihr drittes Tautröpfchen.

Ihre Suche ging weiter und sie schauten sich beim Puppenspieler, im Zauberspiegel und auf dem Jahrmarkt um, jedoch ohne Glück. Als sie dann aber an der Hexenpost vorbei kamen fanden sie Ihr viertes Tautröpfchen. So lange wie die Suche nach dem vierten Tröpfchen dauerte, so schnell fanden sie dann allerdings ihr fünftes Tautröpfchen in der Werkstatt von Majojuna.

Beide haben sich gefreut da sie schon die Hälfte gefunden haben. Nach der vielen Rennerei und Sucherei machten beide aber erstmal eine Pause und haben am Waffelstand geholfen um leckere Waffeln für alle zu backen. Natürlich haben sie es sich nicht nehmen lassen und beide haben eine selbstgemachte Waffel gegessen.

Nachdem sie sich gestärkt haben ging es weiter und sie hatten einen richtigen Lauf. Sie fanden 3 weitere Tautröpfchen im Schulgarten in der Gartenpraxis, im Hexenkessel und im Unterrichtsraum der Zaubertränke. Des weiteren fanden sie noch ein Tautröpfchen im Hexenschloss. Luni und Aura trafen dort allerdings auch auf Maron und Felo die dort ebenfalls Ihr Tautröpfchen gesammelt hatten.


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Nachdem die Sonne durch das Fenster brach und sich genau auf die Augen legte, war der Schlaf vorbei. Doch bevor Maron die Augen geöffnet hatte, hörte sie das zarte Summen ihrer Elfe Finja. Sie liebte den Morgen und hatte seit gestern eine Unruhe in sich, schließlich lief das Mitsommerfest. Bereits seit Jahrhunderten wurde dies gefeiert und dieses Jahr beschlossen sie daran teilzunehmen.

Vorab wurde ihnen verkündet, dass sie spezielle Tautröpfchen sammeln mussten, über deren Fundorte hatte sie sich bereits mit Felo und Luni ausgetauscht. Diese sind besonders und haben viele Verwendungszwecke, auch zum Backen. Die Cupcakes müssen himmlisch schmecken – mit den Gedanken stand Maron auch in der Frühe auf und machte sich so bald wie möglich mit Finja auf den Weg. 10 Tröpfchen, das klingt machbar. Mit Pausen und leckerem Essen. Die ersten Tautropfen waren dank Finjas Hilfe recht schnell gefunden. Sie glitzern im Morgen und haben eine leichte Aura, dass die Magie daran haftet wie der Tau auf Blätter. Bei Majojuna’s Werkstatt am Schild draußen, im Hexenwald und im Garten von der Hexenschule wurden die Tropfen direkt gefunden.

Zwei weitere gestalteten sich jedoch als recht schwierig. Mit dem Hexenbesen und der kleinen, flatternden Elfe auf der Schulter suchte Maron alles in Alryne ab – von der Blütenwiese bis zum Buntkäppchen – doch kein Hinweis war zu erkennen. Erst durch die Trennung der Elfe konnten die Beiden mehr Gebiete absuchen und kurzerhand fanden beide je einen Tropfen, den sie sofort in der Phiole versiegelten.

Der Morgen war wie im Flug vergangen und die Tautropfen zeigten sich nur wenige Stunden am Tag, dennoch nahmen sie sich eine kurze Pause im Cafe “Tautröpfchen”, wo sie nicht nur einen leckeren Beerentee genossen, sondern auch ein Tautröpfchen auf den Beeren im eigenen Beet entdeckten. Weitere wurden mit der gleichen Motivation gefunden und nach dem sie die Elfenadoption verließen, sahen sie sich verwirrt um. Sie hatten 9 Stück gefunden, die Phiole war reichlich gefüllt, aber das 10te Tröpfchen ließ sich nicht entdecken.

Das tat der Laune jedoch keinen Abbruch und sie gingen zum Hexenschloss, um sich Ideen zu holen, wo sie noch suchen könnte.

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Ein schöner Sommermorgen. Die Sonne, die durch die Baumkronen strahlte, ließ die von Tau noch feuchte Umgebung magisch funkeln. Doch die junge Hexe suchte keine gewöhnlichen Tautropfen. Sie suchte jene, die während des Mittsommerfestes mit einer ganz speziellen Magie erfüllt wurden. Gerade durch ihre Spezialisierung auf Kristall-Magie war sie umso begieriger darauf, die begehrten Tautröpfchen ihr eigen zu nennen. Felo seufzte leise, bevor sie die Phiole vor ihre türkisfarbenen Augen anhob, in welcher sie immerhin bereits drei Tröpfchen angesammelt hatte. 

Das erste hatte sie zusammen mit der Phiole von ihrer Lehrerin für Zaubertränke erhalten – mit der Ermutigung, noch weitere Tautröpfchen zu suchen. Das zweite hatte sie eher zufällig gefunden, als sie an der Hexenpost vorbeimarschiert war, um noch eine Blume für das Mittsommerfest aus dem Schulgarten zu holen. Dort hatte sie auch das dritte Tröpfchen gefunden – zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen, sozusagen. Nun sah die Rosahaarige ihr kleines Ebenbild mit Flügelchen an, welches vergnügt vor sich hin summte und im Rhythmus des Liedes von einer Seite des Weges schwebte, während sie beide den Weg von der Hexenschule aus nach Helvik entlang schlenderten.


In Helvik steuerten das magische Gespann als erstes den Hexenkessel an – wo, wenn nicht an einem so magischen Ort sollte sie Tautröpfchen ergattern, wenn nicht dort? Tatsächlich wurde sie fündig. Auch In Majojunas Werkstatt, im “Tautröpfchen”, in der Pflegestation und im Kindergarten ergatterte sie jeweils eines der begehrten Tröpfchen. Die Phiole war inzwischen schon ganz gut gefüllt und Lolo hielt sie mit glitzernden, stolzen Augen in den Händchen, während sie von Felo sachte getragen wurde. Natürlich hatten sie auch an Orten gesucht, wo sie leer ausgegangen waren – entsprechend war die junge Elfe erschöpft, auch wenn sie es sich nicht so anmerken lassen wollte. Felo lächelte sanft und strich einmal über Lolos Köpfchen, bevor ihr einfiel, dass sie noch nicht beim Hexenschloss gesucht hatten.

Also machte sich die junge Hexe auf den Weg dorthin und fand direkt am Eingang bereits ein Tautröpfchen.


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Obwohl alle drei den ganzen Morgen auf Tautröpfchenjagd gewesen waren, trafen sie sich tatsächlich alle erst, als sie zufällig ihr jeweils neuntes Tautröpfchen im Hexenschloss fanden.

Die drei jungen Hexen lachten einen Moment über diesen passenden Zufall und tauschten sich über ihre Fundorte aus – nur um festzustellen, dass sie sogar alle an den gleichen Orten gesucht hatten. So setzten sie sich für eine Weile ins Gras des Schlossgartens, um sich auszuruhen und zusammen darüber nachzudenken, wo sie noch suchen könnten. Noch hatten sie ein wenig Zeit, bevor die Tautröpfchen in der Sonne vertrocknet sein würden.

Luni war es schlussendlich, welche die Idee hatte, dass sie ja noch nicht im Hexenwald gesucht hatten – ein so magischer Ort und keiner war zuvor darauf gekommen! Entsprechend sprangen die drei voller Tatendrang wieder auf und legten den Weg zum Wald gemeinsam zurück. Im Wald angekommen bemerkten die Hexenschülerinnen, dass es doch nicht so einfach war und suchten zusammen an den verschiedenen Orten, bis Felos Elfe Lolo am Sternenfall wild mit den Ärmchen gestikulierte. Tatsächlich fanden die Hexen hier endlich ihre jeweils zehnten Tröpfchen. 

Alle drei jubelten glücklich, bevor sie sich langsam auf den Weg zur Schule zurück machten – Maron hatte nämlich vorgeschlagen, aus den Tröpfchen doch wahrhaft phantastische Cupcakes machen zu können – und Luni und Felo hatten direkt zugestimmt. Zum Glück hatten sie nun, da sie die Tröpfchen gesammelt hatten, alle Zeit der Welt und sahen davon ab, den Weg entlang zu hetzen.

In der Schulküche angekommen, fragten die drei Schülerinnen ihre Professorin Majolily, welche ihnen mit Freuden unterschiedliche Cupcake-Rezepte präsentierte, die mit den magischen Tautröpfchen gebacken werden konnten. So machten sich die drei Mädchen mit der Hilfe ihrer Elfen ans backen. Als die Förmchen mit dem Teig im Ofen waren, bereiteten sie die Creme für das Topping vor. Maron schlug eine türkisfarbene Creme vor – da die Tautröpfchen ja ebenfalls türkis schimmerten. 

Da hatten Luni und Felo nichts einzuwenden und alle freuten sich, als der Teig fertig war. Alle dekorierten nun ihre eigenen Cupcakes und staunten nicht schlecht, als die fertig verzierten Cupcakes begannen, wie frischer Morgentau im Sonnenlicht zu funkeln!

Besenflug 1. Stunde

Ich hatte schon entsprechende Befürchtungen, als unsere Lehrerin uns auf dem Dach erwartete. Nachdem die Besen verteilt worden waren und einige Instruktionen verkündet wurden, schwangen sich schon die ersten Schülerinnen auf die Besen. Huff. Warum konnten wir nicht am Boden üben?

Nun gut, ich musste da wohl oder übel durch. Ich atmete tief und und aus, schwang mich auf den Besen und folgte den Anweisungen. Der Besen erzitterte kurz, bevor er wieder wie der leblose Gegenstand in meinen Händen hing, der er war. Hmpf.

Ich konzentrierte mich und wiederholte den Flugversuch – diesmal mit Erfolg. Der Besen begann, mich schwebend einen Meter über dem Dach zu tragen. Dadurch doch ein wenig mutiger geworden, lenke ich ihn mal nach rechts, mal nach links. Dabei achte ich peinlichst genau darauf, über dem Dach zu bleiben.

Bis zum Unterrichtsschluss wurde ich noch einwenig geübter, ansonsten gab es keine Vorkommnisse.

Hexerei und Magie 5. Stunde

Ich bin der Spur vom Hexenwald bis ins Knusperhäuschen gefolgt. Lolo ist die ganze Zeit dicht neben meinem Kopf hergeflogen und hat ebenfalls durch ihre süßen Kulleraugen aufmerksam Ausschau gehalten. Als wir den Kobold entdecken und ihn auf den Beutel ansprechen, zetert dieser auf einer Sprache los, die mir nicht geläufig ist. Ich hebe beschwichtigend die Hände und lächle entschuldigend. Nun… was soll ich bloß machen?

Lolo stupst mich an und bewegt ihre kleinen Ärmchen elegant, während die ein wenig Glitzer in der Luft erscheint. So hübsch! Das hat sie wirklich gut geübt! Doch dann merke ich, dass sie damit einer ihrer Ideen Ausdruck verleihen möchte.

Glitzer… ah! Ich greife in meine Tasche und ziehe einen Zuckerkristall aus meinem Beutel. Vielleicht würde der kleine Kobold tauschen? Ich gehe wieder in die Hocke und halte dem Kobold den Kristall entgegen. Lolo übernimmt dabei die pantomimische Aufgabe, dem Kobold begreifbar zu machen, dass wir tauschen möchten. Der Kobold scheint einen Moment zu überlegen, dann schnappt er mit flinken Finger den Zuckerkristall und huscht durch ein Loch unter dem Tresen von dannen. Den Murmelbeutel hat er liegen gelassen – was für ein Glück!

Hexerei und Magie 3. Stunde

Ich nehme ein Blatt Papier und einen schwarzen Filzstift zur Hand. Ich beginne mit dem Kreis, bei welchem ich mich zwar um Perfektion bemühe, dennoch ist die Linie an manchen Stellen ganz leicht verwackelt und der Kreis wird auch nicht perfekt rund. Ich betrachte kurz mein Werk und schürze die Lippen. Vielleicht hätte ich einen Zirkel verwenden sollen. Leider hatte ich aber keinen zur Hand.

Bei dem Gedanken funkeln meine Augen kurz im Geistesblitz auf und sichtlich noch motivierter mache ich mich dran, das Pentagramm zu zeichnen. Ich ziehe die Linien so gerade wie möglich und betrachte dann mein zwar nicht perfektes Pentagramm, aber immerhin mein erstes.

Dann stehe ich auf und halte die Spitze meines Zauberstab über das Pentagramm „Puripuri Ponpuri. Erscheine, Zeichenzirkel!“ Nach einem *poff* erscheint ein hellvioletter Zirkel dessen Schanier mit einem weißen Flügelornament verziert ist. Fast wie ich ihn mir vorgestellt hatte! Ich hatte ihn mir ein wenig eleganter vorgestellt, aber mit niedlich gebe ich mich auch zufrieden.

Quest – Die Katze

Ich hob die Hand an und klopfte sachte an der Tür. Kaum einen Moment später öffnete eine blonde Hexe mit Katzenaugen, die mir in einer Mischung aus Hektik und Freude eine kleine, schwarze Katze in die Hand drückte und mit einem „Das hier ist Miez, vielen Dank, bin in acht Stunden zurück!“ abrauschte.

Ich blinzelte kurz, dann lachte ich leise und betrat die Wohnung. Das Kätzchen kraulend sah ich mich kurz nach den grundlegenden Dingen um, die eine Katze benötigt. Katzenklo, check, Näpfe sind gefüllt, check, Katzenspielzeug… fand ich nach einem kurzen Moment suchen unter dem Sofa. Einen Großteil der Zeit verbrachte ich damit, das Kätzchen – welches übrigens mega-niedlich war! – zu bespaßen, bis es auf meinem Bauch eingerollt einschlief.

Vorsichtig hob ich es von mir runter und in ein Kratzbaum-Körbchen und hob den Zeigefinger, als die Besitzerin wieder zurückkam. „Psst. Sie schläft. Einen schönen Abend noch.“ Damit verschwand ich in meinen verdienten Feierabend.