Alte Gebräuche waren immer schon etwas, das mich sehr interessiert hat. Schon als Kind habe ich es geliebt, als meine Großmutter mir erzählt hat, welche Rituale sie als Junghexe gelernt hat und welche Traditionen und Zauber ihr von ihren Eltern und Großeltern weitergegeben worden sind.
Deshalb war die 6. Stunde Hexerei und Magie für mich eine der spannendsten Lektionen bisher.
Ich hab das Rätsel gemeinsam mit Mikan, Bini und Amber gemacht und wir haben uns über alte Traditionen in unseren Familien ausgetauscht. Dann haben wir die zusammengetragenen Bräuche mit der ganzen Klasse gesammelt.
Ein Mädchen hat erzählt, dass sie mit ihrer Familie jedes Jahr zum Häschenmond gemeinsam eine Rosmarinpflanze anpflanzen, die dann über das Jahr hinweg Schutz und Geborgenheit für die ganze Familie bringen soll.
Amber’s Urahnen haben vor langer Zeit die Tradition eingeführt, dass jedes Monat in der Vollmondnacht, eine Kerze angezündet werden muss und dabei ein bestimmter Zauberspruch aufgesagt wird. Dieses Zauberritual stärkt ihre Verbindung zu der Mondmagie und sorgt dafür, dass die Kräfte der Familie nicht schwinden.
Ich selbst habe von meiner Großmutter damals das Ritual der 12 Wunschnächte gelehrt bekommen. Jedes Jahr zum Julfest werden 13 Wünsche auf Papierstücke aufgeschrieben. In den folgenden 12 Nächten nach Jul wird jede Nacht ein Wunsch verbrannt, welcher dann in dem korrespondierenden Monat im darauffolgenden Jahr in Erfüllung gehen soll (also der Wunsch der 1. Nacht im Januar, der Wunsch der 2. Nacht im Februar, etc.). Der 13. Wunsch wird nicht verbrannt, sondern von der Hexe gelesen und dies ist dann der eine Wunsch, den sich die Hexe im neuen Jahr selber erfüllen muss.
Alles in allem haben wir von so vielen spannenden Traditionen und Ritualen gehört, dass ich gar nicht mehr alle aufzählen kann. Ich bin aber sehr froh, dass ich mich mit meinen Mitschülerinnen austauschen konnte und wir von einander lernen konnten.