Hexerei und Zauberei Stunde 5.

Ich laufe mit Lala über den großen Marktplatz um Ausschau nach den Murmeln zu halten. Der Hinweis im Hexenwald hatte uns hier her geführt, es war ziemlich gruselig für sie dort.

Ich spüre ein Ziehen an meinem Kleid, Lala deutet in eine Richtung. Auf was sie deutet lässt mich schmunzeln: Es ist Zuckerwatte, so bunt wie der Regenbogen. Lala ist verrückt nach Süßem. „Nicht jetzt Lala, wir können gerne zu einem späteren Zeitpunkt dir Zuckerwatte besorgen. Ich möchte auch gerne welche,“ flüstere ich den letzten Teil Lala zu.

Ich schaue mich weiter um, da entdecke ich einen bunten Strauß Blumen, er erinnert mich an den Grund unseres Besuchs – die Murmeln.

Und da entdecke ich sie auch. Sie sind in der Hand des Kobold, der gerade ins Knusperhäuschen abbiegt. Oh nein, nicht noch mehr Süßes rund um Lala. Ich seufze und schaue Lala an, die immer noch auf die Zuckerwatte starrt.

„Wir müssen weitergehen Lala. Da wartet noch ein Murmelsäckchen auf uns,“ sage ich mit einem Schmunzeln in der Stimme.

Wir betreten gemeinsam das Knusperhäuschen. Das Kichern des Kobolds kann ich genau hören, auch wenn ich ihn nicht sehen kann.

Ich bitte Lala nach ihm zu schauen, denn er kann sich in jeder Ritze des Raums und sei sie noch so klein verstecken.

Plötzlich höre ich ein rumpeln und wie die Murmeln ins rollen kommen. Und dann ein sehr lautes Lachen aus der hinteren rechten Ecke des Raumes.

Ich sprinte los und rutsche fast auf einer Murmel aus. Schnell sammle ich sie vom Boden auf und laufe weiter. Ich sehe weiter Murmeln am Boden und laufe kreuz und quer durch den Raum um sie einzusammeln. „7, 8 und 9. Das dürften alle gewesen sein.“

Jetzt schnell zu der kichernden, lachenden Ecke. Alls ich in die Ecke schaue sehe ich wie Lala flink um den Kobold fliegt und ihn überall kitzelt. Ich schüttele mit dem Kopf und muss kichern. „Du kannst aufhören Lala. Ich habe alle Murmeln zusammen.“ Ich schnappe mir das Säckchen aus der Hand des Kobolds und fülle die Murmeln hinein.

„Dankeschön, das ist für dich. Camia Cameno Ni – Blumenstrauß erscheine,“ sage ich zum Kobold und zaubere ihm einen schönen Strauß Blumen herbei, in den bunten Farben der Murmeln. Er erinnert mich an den Strauß, den ich vorhin auf dem Markt gesehen habe.

Auf zu Professorin Majomoni.

Besenflug 1. Stunde

Ich bin ziemlich nervös vor meiner ersten Flugstunde, denn ich habe ziemliche Höhenangst und der Schulbesen sieht nicht besonders sicher aus. „Für die erste Stunde heben wir maximal ein Meter vom Dach ab. Ihr werdet diese Teststrecke fliegen um langsam ein Gefühl für das fliegen zu bekommen.“ Wir stellen uns alle in einer Reihe auf, ich bin weit vorne dabei und muss sagen, dass ich darüber froh bin. So habe ich es bald hinter mir. Ich bin gerne mit beiden Füßen auf dem Boden der Tatsachen. Als ich dran komme setze ich mich auf den Boden.

„Clarissa, stoße dich langsam und vorsichtig ab. Du brauchst keine Angst haben, das Dach ist gepolstert, sollte etwas passieren,“ bekomme ich von Majoané zu hören. Ehe ich mich versehe bin ich in der Luft und fliege langsam gerade aus. Nach den ersten paar Metern kommen Wimpel, um die ich im Slalom herum fliegen muss. Dann kommt ein Wendemanöver. Jetzt noch über zwei Stangen drüber, unter zwei drunter her. Geschafft! Mit zitternden Knien steige ich vom Besen. „Gut gemacht fürs erste Mal Clarissa. Ohne Unfall, wenn auch sehr langsam und vorsichtig, aber das ist nicht schlimm.“

Ich freue mich das es doch so gut geklappt hat. Vielleicht werde ich meine Höhenangst doch noch überwinden können.

Hexenkessel

Ich liege entspannt in der heißen Quelle, heute war ein ziemlich anstrengender Tag. Habe viel gelernt, den Unterricht eine neue Stunde in Hexerei und Magie absolviert. Wenn ich mir vorstelle, wie die Lampe ausgesehen hat, dann muss ich kichern.

So krumm und schief habe ich schon lange nichts mehr gezaubert. Aber gut, ich habe die Stunde geschafft und ich weiß ja das es nicht perfekt sein muss. Ein Glück ging es mir nicht wie meiner Mitschülerin. Das Steak was sie gezaubert hatte sah sehr seltsam aus und dann hat ihre Elfe es einfach verputzt. Ich bin ganz in Gedanken versunken, da spricht mich plötzlich jemand an: „Clarissa lange nicht gesehen! Wie geht es dir und Lala.“ Es war Ariana die mich ansprach. Ich hatte sie wirklich eine lange Zeit nicht mehr gesehen oder gesprochen.

„Mir und Lala geht es ziemlich gut, sie besucht zur Zeit die Elfenlichtung. Und wie sieht es bei dir und Riri aus?“, erkundige ich mich. Wir unterhalten uns eine ganze Weile und tauschen uns aus. Nachdem ich mein Mana vollständig aufgeladen habe, mache ich mich auf den Weg nach Hause. Es war ein toller Tagesabschluss.

Helvik Park

Ich gehe entspannt durch den Park, zusammen mit Lala. Sie ist noch nicht lange bei mir, deswegen ist es mir wichtig viel Zeit mit ihr zu verbringen, damit wir einander Vertrauen. „Was meinst du, der Baum sieht doch perfekt aus,“ sage ich zu Lala.

Diese nickt begeistert und fliegt aufgeregt um meinen Kopf herum. Ich denke sie freut sich sehr einen entspannten Nachmittag zu genießen, auch wenn es frisch ist. Wir setzen uns gemeinsam unter den Baum, genießen die Ruhe um uns herum. Immer mal wieder kommen Schülerinnen vorbei und grüßen uns. Einmal kommt auch Nele, die Elfe von Noelle vorbei, auch wenn ich sie nirgendwo sehen kann. Ob sie wohl verloren gegangen ist.

Lala und Nele scheinen sich gut zu verstehen, schneller als ich gucken kann ist Nele aber auch schon wieder weg geflogen. Lala und ich genießen die gemeinsame Zeit, ich lese mein Buch weiter was ich mitgebracht habe. Als es anfängt zu dämmern machen wir uns auf den Weg zurück zur Schule.

Hexenkessel Quest

Ich komme ins Spa und werde freundlich von der Hexe mit dem rosa Haar begrüßt: „Hallo Clarissa, was kann ich heute für dich tun?“

„Ich würde gerne aushelfen und ein bisschen Mana aufladen,“ antwortete ich ihr. „Da kommst du genau richtig, komm mal mit.“ Und ehe ich mich versehen hatte waren die ersten Aufgaben da: Ich reinigte ein Bad, dies wird einmal die Woche vorgenommen und die Sauberkeit mehrmals am Tag kontrolliert. Niemand soll beim Erholen sich eine Krankheit einfangen. Nachdem ich fertig bin schaue ich nach den Gästen.

Ich begegne Riyuri, wir haben uns ziemlich lange nicht mehr gesehen und quatschen deshalb eine Weile. Da kommt die Besitzerin vorbei: „Du bist nicht hier um nur zu quatschen, auch wenn du dich mit um die Gäste kümmern sollst.“ Schnell verabschiede ich mich von Riyuri und mache mich auf den Weg. Ich räume Handtücher, Bücher, Gläser und alles andere weg, was liegen geblieben ist. Alles was nicht in das Inventar gehört wird in eine Kiste gelegt, die am Empfang steht. Dort können diese abgeholt werden. Ich husche immer mal wieder hin und her, albere mit Rinea herum, dem Hexenkind von Sana.

Manchmal brauchen wir alle eine Pause zum erholen. Als die Sonne beginnt spricht mich die Besitzerin an: „Gut gemacht, es ist Zeit nach Hause zu gehen.“