LUNASTRIA HEXENAKADEMIE

  • Sommerzeit
    10 August, 2025||
20 August, 2025| Bini|

Nervös stand Bini da, ihre Elfe Bibi schwebte direkt neben ihr und schaute sie neugierig an.

Nach kurzer Zeit sagte sie „Bibi Bibi!“, zu Bini und wirkte dabei als wollte sie sie anfeuern, denn Ihre Hände hob sie in die Höhe und grinste. Bini war derweil völlig in Gedanken vertieft und bemerkte ihre kleine Partnerin zunächst gar nicht. 

Alle Zauber die wir bereits gelernt hatten? Puh … gar nicht so einfach. Vielleicht sollte ich erstmal meine Gitarre spielen, um ein magisches Feld zur Verstärkung meiner Magie zu erschaffen, wie in meiner Musikprüfung? Ja … das könnte klappen und dann könnte ich versuchen einen Suchzauber zu sprechen… Oder sollte ich etwas anderes probieren.

„BIBI!!!“

Bini schreckte hoch und starrte ihre kleine Elfe an.

„Was war denn jetzt los?! Ich habe mich erschrocken!“

„Bi Bibi bi bibi BI!!!!“, Bibi gestikulierte wild drauf los und stierte Bini säuerlich an.

„Habe ich dich verletzt? Oder irgendetwas nicht mitbekommen?“, fragte Bini ein bisschen verzweifelt.

Bibi schien sich zu beruhigen und begann nun aus vollem Hals zu lachen. Ihre Hexenpartnerin hob eine Augenbraue und begann in ihr Lachen einzustimmen. Jetzt war auch die Nervosität verklungen und Bini fand in Ihren Fokus zurück.

„Alles klar Bibi, ich benötige erstmal meine Gitarre. Ich lasse es jetzt einfach auf uns zukommen meine Süße, was meinst du?“, sie zwinkerte mit einem ihrer grünen Augen Bibi zu und sie Lächelte ihr als Antwort fröhlich zu.

So stand Bini auf und ging zur Wand nahe Ihres Schulpults, wo Ihre Gitarre immer auf sie wartete, zumindest seit sie Ihre Spezialisierung gefunden hatte. Nahm ihr Instrument, schulterte Ihre Schultasche und verließ mit Bibi den Unterrichtsraum um Schnurstracks in den Garten der Schule zu gehen. Der Garten war einer Ihrer Lieblingsorte in der Schule. Die Schülerin setzte sich an die Lavendelbüsche, ihre Lieblingspflanze, in den Schneidersitz, schnappte sich Ihre Westerngitarre aus der Tasche und begann nach einem kurzen Stimmungstest zunächst gedankenverloren auf ihr zu zupfen.

Nachdem sie ein Weilchen gespielt hatte begann sie auf ihre Aufgabe, die Kette zu suchen zu konzentrieren und versuchte den Wunsch nach der Suche in einen spontanen Songtext zu integrieren. Dabei tastete sie sich langsam heran. Ebenso brachte sie Ihre Zauberformel mit ein. Diese war Teil des Refrains.

Und siehe da, nach einigen Minuten bildeten sich wieder diese visuellen, farbigen Noten, nur dass sie dieses Mal kein rundes Feld bildeten, sondern begannen sich in einer Reihe von Bini weg zu bewegen, gemächlich, aber sie schienen ein festes Ziel zu haben.

Bini schaute zu ihrer Elfe und nickte ihr zu. Diese nickte ebenfalls, mit einem Wissenden Blick und flog in die Selbe Richtung, in die auch die Noten flogen. 

Jetzt hieß es spielen und warten, bis Bibi sich bei ihrer Hexenpartnerin zurückmeldete.

Inzwischen waren bestimmt schon dreißig Minuten vergangen und Bini hatte immer noch nichts von ihrer kleinen Elfe gehört. Langsam begann sie sich Sorgen zu machen. Kaum war Bini abgeschweift, rutschte sie über die Saiten ab und verspielte sich. Sofort begannen die Noten sich in Luft aufzulösen. Die Hexenschülerin erschreckte sich und versuchte so schnell wie möglich wieder ins Spiel zukommen und verhaspelte sich dadurch nur immer mehr. Schnell versuchte sie sich mit einer Atemübung, die sie von ihrer Freundin Mikan gelernt hatte, zu beruhigen. 

Mit Erfolg wurde Bini wieder ruhiger und begann ihr Lied erneut zu spielen. Die Noten erschienen wieder, mussten aber zunächst die Lücke schließen, die sich durch das Verspielen aufgetan hatte. Sie versuchte weiterhin guter Hoffnung zu sein und musste noch 15 weitere Minuten warten, bis auf einmal vor ihr ein kleiner Zuckerstern aus dem Nichts auftauchte.

Die junge Dame beendete ihr Spiel. Der musste einfach von Bibi stammen! Schnell sammelte Bini den Zuckerstern ein und lief zunächst in die Richtung, in die die Noten geflogen waren. Mittlerweile waren sie entweder verblasst oder so weit weg, dass Bini sie nicht sehen konnte. Und da! Im Eingang zum Garten lag ein weiterer Zuckerstern. Diese Elfentricks sind schon etwas verrückt, dachte sich die junge Schülerin.

So lief Bini von Zuckerstern zu Zuckerstern und ging immer tiefer nach unten bis sie in den Kellerräumen der Schule ankam. Hier fand sie im Eingang zu einem der Übungsräume einen weiteren Zuckerstern, also betrat die junge Hexenschülerin den Raum und fand eine kleine Elfe vor, die sich offensichtlich sehr konzentrierte.

Da schwebte sie, mitten im Raum und ich lief zu ihr. Als ich neben ihr stand und in ihrer Blickrichtung folgte klatschte ich mir meine Hand schon Fast zu stark ins Gesicht. Die Kette lag mitten im Zutatenregals des Übungsraums für Zaubertränke wie auf einem Präsentierteller auf einer Büste die bei einem Juwelier zum Ausstellen für Ketten verwendet wird. Ich hätte mich nur schon einmal mit Zaubertränken beschäftigen müssen und schon hätte ich sie Wahrscheinlich ohne Zauber finden können.

Ich sah meine kleine Elfe an, lächelte und lobte sie zunächst ausgiebig für ihre tolle Idee mit dem Elfentrick. Anschließend wandte ich mich zur Kette zurück und nahm sie mir. Kaum war die Büste leer, erschien, wie durch Zauberhand, exakt das gleiche Exemplar erneut.

Gut gelaunt verließen wir den Keller und begaben uns nach Helvik um uns mit einem großen Eis zu belohnen.