Lunastria

Hexenakademie

Zuletzt eingetragen am:
22.10.2026 um 16:25 Uhr
8 Oktober, 2026| Phinea| , |
Stunde 6: Das Rentier

Professorin Celestine stellte uns heute vor eine besondere Aufgabe: Ich sollte das versteckte Item in der Akademie finden. Dafür entschied ich mich für die Tarotkarten. Ich breitete das alte, leicht abgenutzte Deck vor mir aus. Die Karten waren von einem dunklen Rand umgeben und mit feinen, geheimnisvollen Symbolen verziert. Im Kerzenschein wirkten die goldenen Verzierungen beinahe so, als würden sie sich bewegen.

Ich schloss die Augen, mischte die Karten und konzentrierte mich auf meine Frage: Wo versteckt sich das Rentier?

Die erste Karte – Der Mond 🌙

Ich zog die Karte „Der Mond“. Darauf war eine große, silberne Mondsichel über einem dunklen Weg zu sehen. Zwei Türme ragten im Hintergrund in den Nachthimmel, während sich ein schmaler Pfad zwischen ihnen verlor.

Der Mond steht für Geheimnisse, Verborgenes und Dinge, die nicht sofort zu erkennen sind.

Das konnte nur bedeuten, dass das Rentier an einem Ort versteckt war, an dem ich nicht auf den ersten Blick danach suchen würde.

Die zweite Karte – Die Hohepriesterin 🔮

Die nächste Karte zeigte „Die Hohepriesterin“. Eine geheimnisvolle Frau saß zwischen zwei hohen Säulen und hielt ein aufgeschlagenes Buch auf ihrem Schoß. Ihr Blick wirkte ruhig, aber zugleich so, als würde sie ein Geheimnis bewahren.

Ihre Bedeutung war Intuition, verborgenes Wissen und ein Geheimnis, das darauf wartet, entdeckt zu werden.

Ich begann nachzudenken. Ein geheimer Ort innerhalb der Akademie … vielleicht kein Unterrichtsraum, sondern ein Ort, an dem Schülerinnen ihre eigenen Geheimnisse hatten.

Die dritte Karte – Vier der Stäbe 🏰

Ich zog eine weitere Karte. „Vier der Stäbe“ zeigte einen geschmückten Eingang mit vier Stäben und dahinter einen Ort, der Wärme und Gemeinschaft ausstrahlte. Die Karte stand für Zuhause, Gemeinschaft, Feierlichkeiten und einen sicheren Rückzugsort.

Da wusste ich, wonach ich suchen musste.

Das Internat.

Ich nahm die Karten an mich und machte mich auf den Weg. Je näher ich dem Internatszimmer kam, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass ich auf der richtigen Spur war.

Als ich die Tür öffnete, war es still. Ich sah mich aufmerksam um. Erst konnte ich nichts entdecken. Dann fiel mein Blick auf eine Stelle im Zimmer, die ich beinahe übersehen hätte.

Dort lag es.

Das Rentier.

Für einen Moment musste ich lächeln. Drei Karten – drei Hinweise: Verborgenes, Geheimnis und Zuhause. Zusammen hatten sie mich genau zum richtigen Ort geführt.

Ich nahm das Rentier an mich und machte mich auf den Weg zurück zu Professorin Celestine. Die Tarotkarten hatte ich natürlich ebenfalls dabei. Schließlich wusste ich jetzt, dass man ihnen vielleicht doch etwas mehr vertrauen konnte, als ich zunächst gedacht hatte.