LUNASTRIA HEXENAKADEMIE

20 Februar, 2026| Phinea| |

Im Astrolaborium, einem runden Saal voller schwebender Planetenkugeln und funkelnder Sternenformeln, saß ich, Phinea, an meinem Platz aus schimmerndem Mondglas.

Über mir kreisten leuchtende Sternbilder wie lebendige Runen, und heute strahlte besonders das Zeichen der Fische hell zwischen all den Sternen. Kein Wunder…Ich bin im März geboren, am 15.03., mitten in der Zeit, in der der Winter langsam geht und der Frühling leise erwacht. Genau zwischen Abschied und Neubeginn, so wie zwei Fische, die in verschiedene Richtungen schwimmen und doch verbunden sind.

„Deine Aufgabe“, hatte unsere Mentorin gesagt, „ist es, dein Sternzeichen nicht nur zu beschreiben, sondern zu leben.“

Kaum schloss ich die Augen, verwandelte sich das Astrolaborium in ein weites, glitzerndes Meer aus Sternenstaub. Ich stand barfuß auf der Oberfläche, ohne unterzugehen. Zwei silberne Fische schwammen ruhig um mich herum, als würden sie mich beschützen.

Ich bin verträumt, und genau das ist meine Stärke. Während andere versuchen würden, dieses Sternenmeer zu kontrollieren, ließ ich mich treiben. Ich hörte das leise Flüstern der Wellen.. Es waren die Gefühle anderer Schülerinnen, kleine Sorgen, Zweifel und Hoffnungen. Weil ich empathisch bin, verstand ich diese Stimmen.

Mit einer sanften Handbewegung verwandelte ich schwere Gedanken in leuchtende Seifenblasen, die zum Himmel aufstiegen und dort zu neuen Sternen wurden.

Und dann kam meine Kreativität ins Spiel: Aus Sternenstaub formte ich einen schimmernden Zauberstab in Fischform. Mit ihm malte ich neue Farben ins Meer: Türkis für Hoffnung, Violett für Mut, Gold für Freundschaft.

Als ich die Augen wieder öffnete, war ich zurück im Astrolaborium. Doch das Sternbild der Fische über mir funkelte heller als zuvor, fast so, als würde es mich feiern.

Die Mentorin lächelte zufrieden.

„Gut gemacht, Phinea. Die größte Magie der Fische ist nicht laut. Sie fließt still, tief und voller Gefühl.“