LUNASTRIA HEXENAKADEMIE

29 März, 2026| LegY| |

Der Winter war lang genug! Doch man merkt in Lunastria tut sich das Erwachen der Natur etwas schwerer dieses Jahr. Die Kälte weicht nur widerwillig, auch beim herrlichen Sonnenschrein. Jede Ecke des Schlosses wirkt leer, wartend und gefüllt von Ungeduld. Auch ich erwische mich hin und wieder dabei durchs Schloss und Gelände zu schweifen immer mit dem Blick gen Boden, in der Hoffnung etwas buntes zu entdecken oder streife mit der Hand über die noch leeren Fensterbänke, die darauf hoffen bald mit Vasen und Töpfen dekoriert zu werden. 

Ich niese beim Aufwirbeln des Staubs und trete in den Schlossgarten hinaus. Ich neige den Kopf Richtung Sonne und genieße die zarte Wärme auf meinem Gesicht. Neugierig suche ich die Seitenbeete ab, ob nicht doch etwas schon Lust hat zu blühen. Und tatsächlich werde ich fündig. Der weiße Leuchtblütenbusch trägt erste weiße Blütenknospen. Ich knapse mir einen kleinen Zweig ab und zaubere eine kleine rosa Glasvase herbei. Behutsam lege ich den Zweig in die Vase und suche weiter. 

Im zweiten Beet pechschwarz, da das Unkraut weggezaubert worden ist, finde ich eine sehr kleine alleinblühende Sternnarzisse. Ohne die Zwiebel und das Wurzelwerk zu verletzen nahm ich die Narzisse mit. Wo Narzissen wachsen sind Hyazinthen nicht weit. Als wollten sie sich verstecken, finde ich direkt hinter der steinernen Gartenkröte ein paar winzige aber in Gruppe wachsende Blaumurmelhyazinthen, die so aussahen, als würden sie an ihrem Tau schlürfen. Zwei von ihnen nahm ich mit. 

Auf dem Rückweg in mein Zimmer fand ich an einem Fenstervorsprung noch ein leeres Schneckenhaus, was ein schönes Muster aufwies und nur so darum flehte mitgenommen zu werden. Ich schmückte die Vase noch mit Schneckenhaus und einem Blatt meines Unterwasserrotklees und hatte die erste Blumenvase des Jahres stolz auf mein übergroßes Fensterbrett gestellt. 

Mit dem eintreten des Sonnenlichts durch Fenster und Blumenvase, breitete sich eine Art wärme im Raum aus, als wäre da noch mehr als Blumen und Licht. War das ein hauch von Magie des Frühlings? 

Und las ob etwas in mir nach einem langen Schlaf erwachte, fing ich an zu lächeln.