Iris sitzt aufgeregt auf ihrem Stuhl. Heute ist wieder Musikunterricht und sie hatte extra fleißig geübt, ihr Musikinstrument – die Harfe – zu spielen. Zwar ist sie noch lange nicht gut, aber immerhin trifft sie die ersten Töne recht zielsicher, was in sich gerade bei der Harfe schon ein echter Erfolg ist. Iris hatte ursprünglich gedacht, dass die Harfe ein einfaches Instrument wäre, aber sogar die Stärke des Zupfens, wo gezupft wird und wie schnell hat Einfluss auf den genauen Ton, der erschaffen wird. Wirklich ein komplexes Instrument!
Kurz darauf betritt Professorin Rosella den Raum und beginnt mit ihrem Unterricht. Die heutige Stunde beginnt mit nützlichen Tipps und Tricks, wie Klänge und Noten in die Magie und Zauberei einfließen können.
Die richtige Kombination von Noten kann also auch einen Zauber aktivieren, denkt Iris interessiert. Zwar ist ihre Spezialisierung die einer Blütenhexe, aber Musik ist dennoch ein wichtiger Bestandteil des Lebens und – was auch nicht zu vernachlässigen ist – die Musikzauber haben eine lange Historie, die Iris schon immer interessant fand.
Dann sollen sie selbst einen Zauber ausprobieren, der durch Musik aktiviert wird. Nach einigem Überlegen entscheidet Iris sich für einen „Wegstoßen“-Zauber. Elisa sitzt geduldig neben ihr, während Iris sich konzentriert und den Zauber in ihrem Kopf versucht, zu strukturieren.
Zum Glück habe ich Notenlesen geübt! Moment – nein – ich muss mich konzentrieren – C E F A H C – ich schaffe das! C E F A H C!
Während Iris ihre Gedanken festhält und versucht, sich die Tonleiter genau vorzustellen, spielt sie die Töne auf ihrer Harfe. Dann, beim vierten Versucht spürt sie, wie Magie ihren Körper verlässt. Vor lauter Konzentration hatte sie die Augen geschlossen und nun, da sie sie wieder geöffnet hat, erblickt sie ein umgestoßenes Buch und Elisa, die sie mit großen Augen ansieht und aufgeregt in die Hände klatscht. „Es hat funktioniert“, ruft Iris glücklich.















