Lunastria
Hexenakademie
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Prompt September 2026
15.09.2026 um 15:00 Uhr
Das schattige Riff von Bresea
Die Küste von Bresea glich in diesen Augustnächten einem wahren Märchen. Zur Feier der legendären Korallenblüte tanzten Tausende leuchtende Farben durch das Wasser, und das Mervolk feierte ein prächtiges Fest, das die Tiefen in einen funkelnden Sternenhimmel tauchte.
Inmitten dieser prächtigen Kulisse genossen Hazel und Citrin einen friedlichen Abendspaziergang entlang der flachen Riffkanten, um die Seele baumeln zu lassen und die Aussicht zu bewundern. Sie ließen sich treiben und genossen einfach die magische Atmosphäre, ohne zu ahnen, was vor ihnen lag.
Doch als sie ihren Weg fortsetzten, veränderte sich die Umgebung schlagartig. Weit draußen, in einem ältesten Teil des Riffs, gab es plötzlich einen Ort, den kein Licht mehr erreichte. Eine graue, schwere Finsternis hatte sich wie ein undurchdringlicher Schleier über die jahrhundertealten Korallen gelegt und sie in leblos grauen Stein verwandelt. Für Hazel gab es beim Anblick dieses plötzlichen Kontrasts keinen Zweifel: Hier stimmte etwas gewaltig nicht.
Entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, tauchte Hazel – begleitet von Citrins ruhiger Präsenz – direkt an den Rand dieser mysteriösen Dunkelzone ab.
Mit geschultem Blick suchte Hazel den Grund ab, bis ihr Auge an etwas hängen blieb, das nicht hierhergehörte. Eingeklemmt in einen versteinerten Korallenstock lag ein Kamm. Ein wunderschöner, pechschwarzer Haarkamm, der im trüben Wasser ein unheilvolles, kaltes Licht ausstrahlte. Von ihm ging die finstere Magie aus, die dem Riff das Leben entzog.
„Vorsicht“, flüsterte Hazel und wich instinktiv zurück, als eine Welle eisiger Bosheit von dem Gegenstand ausging.
Doch Citrin zögerte keine Sekunde. Mit unerschütterlicher Ruhe trat die Elfe vor, hob die Hände und wirkte ihre Siegelmagie. Ein feines, goldenes Schimmern legte sich wie ein schützender Kokon um den Kamm, erstickte die schwarze Energie im Keim und bannte das Relikt, sodass Hazel es vorsichtig greifen und sicher verstauen konnte. Hazel war bereit, die Magie ebenfalls zu versiegeln, doch Citrins Magie schien zu reichen.
Jetzt, da die Quelle der Dunkelheit entfernt war, konnte das Riff atmen. Hazel zögerte keine Sekunde: Ihr fiel ein, dass sie den Remedia Folus erst vor Kurzem im Akademie-Keller hergestellt hatte und er sich sicher in ihrer Tasche befand – der perfekte Notfalltrank, um diesem grauen Zauber ein Ende zu setzen.
Sie zog die Phiole mit dem bunten, perlenden Elixier hervor und schwamm damit direkt an den grauen Korallenstock heran. Mit Citrins Unterstützung an ihrer Seite öffnete sie den Verschluss und versprühte den Trank großzügig über das abgestorbene Gestein.
Ein leises Zischen war zu hören – und dann geschah das Wunder.
Wie eine Welle aus flüssigem Sternenlicht schoss das Blau durch das Gestein. Die grauen, leblosen Riffteile erbebten, brachen auf und begannen in den schillerndsten Farben zu leuchten, während das Mervolk in der Ferne jubelnd an die Oberfläche blickte. Das Riff war gerettet.
Tief ausatmend blickte Hazel auf den versiegelten Kamm in ihrer Tasche. Noch ein Artefakt. Die Puzzleteile setzten sich langsam zusammen – und sie tat es ganz allein.
Zusammen mit Citrin machte sie sich auf den Weg zum Marine Institut von Bresea, um das mysteriöse Fundstück dort abzugeben und der dunklen Spur weiter auf den Grund zu gehen. Die Reise ging weiter.












