Lunastria
Hexenakademie
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Prompt September 2026
15.09.2026 um 15:00 Uhr
Das erste Training
Die kühle Nachmittagsluft strömte über das weite Spielfeld, während die Tor-Ringe in der Sonne glänzten. Das Team hatte sich bereits um den Mannschaftskapitän versammelt. Besen wurden herbeigerufen, Handschuhe gezurrt und die Gesichter der Mitschülerinnen strahlten vor Ehrgeiz. Für Hazel war es das offizielle Debüt im Kader, und die große Frage stand im Raum: Welche Position würde sie auf dem Spielfeld einnehmen?
Ursprünglich hatte sie mit dem Gedanken gespielt, Sucherin zu werden. Ihre blitzschnellen Reflexe, die sie im Umgang mit ihrer Magie und bei brenzligen Flügen bewiesen hatte, schienen prädestiniert dafür, dem goldenen Schnatz im Sturzflug nachzujagen. Doch als sie ihren Besen griff und ein paar Runden über das Feld zog, merkte sie schnell, dass in ihr noch viel mehr steckte. Sie war unglaublich wendig, konnte im Flug präzise Manöver fliegen und hatte ein feines Gespür für Zusammenspiel und Dynamik – Eigenschaften, die sie auch perfekt zur Jägerin machten.
In Absprache mit dem Team beschlossen sie daher einen flexiblen Testlauf: Die Rollen sollten im Training getauscht werden, damit Hazel sich ausprobieren konnte.
Zu Beginn schnappte sie sich die Sucher-Position. Wie ein Pfeil schoss sie in die höchsten Höhen, die Augen scharf auf angebliche Bewegungspunkte am Horizont gerichtet. Es machte ihr unglaublich viel Spaß, die pure Geschwindigkeit auszureizen, und ihre Flugkunst war atemberaubend. Doch nach einer halben Stunde und nach einigen intensiven Spielzügen auf dem Feld wurde der Tausch vollzogen: Hazel wechselte auf die Position der Jägerin.
Und das war ein Volltreffer.
Als Jägerin konnte Hazel ihre Stärken auf dem Besen voll und ganz entfalten. Sie musste nicht isoliert nach einem einzigen Ziel suchen, sondern war mitten im Geschehen. Mit geschickten Ausweichmanövern umging sie die Attacken der gegnerischen Spielerinnen, passte den Quaffle im perfekten Timing an ihre Teamkolleginnen weiter und nutzte ihre feine Körperspannung und den Wind zu ihrem Vorteil, um präzise Würfe auf die goldenen Ringe zu landen. Es fühlte sich fließend, dynamisch und absolut natürlich an.
Nach dem Training stand für das Team und Hazel fest: Jägerin war genau ihre Rolle. Sie verband Schnelligkeit, taktisches Teamwork und die pure Freude an der Bewegung in der Luft auf die beste Art und Weise.
Das Training zog sich Stunde um Stunde hin, getrieben von Ehrgeiz, Teamgeist und der puren Freude am Fliegen, bis die Sonne längst hinter den Berggipfeln versunken war. Erst als die Flutlichter des Spielfelds kaum noch gegen das herannahende Nachtgrauen ankamen, pfiff die Kapitänin das Ende ab. Völlig erschöpft, aber glücklich und mit dem Adrenalin noch im Blut, trudelten die Mädchen vom Feld.
In dieser Nacht fielen alle todmüde in ihre Betten. Auch Hazel sank in die weichen Kissen, merkte aber schon beim Ausziehen, dass dieser Tag seinen Tribut forderte. Ein unbarmherziger, fast schon grauenhafter Muskelkater „des Todes“ hatte sich in ihren Oberschenkeln und Armen breitgemacht. Jede kleinste Bewegung tat weh – Citrin, die sich leise kichernd auf der Bettdecke niedergelassen hatte, schien das schmerzhafte Stöhnen von Hazel amüsant zu finden. „Jetzt lach doch nicht.“ stöhnte Hazel. „Oh doch! Du hast dir das freiwillig angetan.“ kicherte Citrin. Hazel grinste, sie war zu müde um zu kontern. Trotz des heftigen Muskelkaters schlief sie mit einem breiten Lächeln und voller Vorfreude auf das kommende Training ein.












