Hazel knetete ihren Hexenhut in den Händen. So aufgeregt war sie lange nicht gewesen. So kannte sie sich eigentlich garnicht. Doch die Professorin Estrella, die alle begrüßt hatte und den heutigen Werdegang schilderte, rief Ehrfurcht in Hazel hervor. Ihre Haltung, ihr Blick und ihre ganze Erscheinung wirkten auf Hazel beeindruckend und einschüchternd zugleich. Immerhin war sie die Professorin für Magie und Hexerei und somit die ganze Ausbildung an ihrer Seite bis Sie selbst mal ihren eigenen Hexenkristall in der Hand hielt.
Gänsehaut breitete sich auf Hazels Armen aus, als Sie über all das nachdachte.
Auf dem Weg zur Manaquelle tauschte Sie ein paar Worte mir den anderen Neulingen der Akademie aus. Das waren Emidionne und Minni. Zwei sehr freundliche und sympathische Mädchen, die beide ein wenig aufgeregt wirkten. Immerhin war es auch ihr erster Unterrichtstag und somit der Anfang von etwas Großem.
Angekommen an der Quelle, spürte Hazel sofort die Magie in der Luft vibrieren. Es fühlte sich toll an. Das Gefühl ließ sich am besten so beschreiben, als hätte man sehr lange einen schweren Rucksack getragen und konnte diesen dann endlich absetzen. Dieses befreite, fast schon schwerelose Gefühl machte sich im Körper breit. Ganz wunderbar.
Estrella bat die Schüler Platz zu nehmen und Hazel wählte einen ruhigen Platz allein und beobachtete die anderen. Sie erhielten eine leuchtende Kugel von der Professorin und Hazel sah mit strahlenden Augen zu, wie kleine Elfen in deren Händen erschienen.
Estrella trat zu ihr. „Stell dir einen Begleiter vor, der dich stets unterstützt und an deiner Seite ist. Gleichzeitig trägst du die Verantwortung, für ihn zu sorgen und ihm eine Heimat zu geben.“
Die grüne Kugel in Hazels Händen begann zu vibrieren und zu kleuchten. Mit einem glitzern erschien Sie. Ihre eigene kleine Elfe.
Fasziniert und sprachlos betrachtete Hazel das kleine Wesen, was auf ihrer Hand saß und sie mit großen Augen anblinzelte.
Diese kleine Gestalt war quasi ihr Spiegelbild. Nur winzigklein, mit riesigen Kulleraugen, ein wenig zerzausten Haaren, zwei verirrte Strähnchen wippten auf ihrem Scheitel und die Buns, die auch Hazel trug, wirkten bei der kleinen Elfe übersimensional. Sie sah einfach zuckersüß aus.
Hazel war total entzückt und brachte dann endlich ein „Hi!“ zustande, das lauter herauskam als sie eigentlich wollte.
Die kleine Elfe kicherte und winkte mit ihren winzigen Händen.
Hazel sah in ihre Augen. Die genauso Bernsteinfarben waren wir ihre eigenen. Die kleine bräuchte noch einen Namen. Sie musste an einen Edelstein denken. Einen Stein der ebenso orange, braun und gelb war wie diese wunderschönen kleinen Kulleraugen.
„Citrin. Ich werde dich Citrin taufen. So wie einen der für mich schönsten Edelsteine.“