Jocunda Sykes
Jocunda wurde 1915 in eine Familie hineingeboren, die man heute wohl als „finanziell prekär“ bezeichnen würde. In ihrer Kindheit in den ländlichen Gegenden Englands gab es keine teuren Spielzeuge, sie musste sich ihren ersten Besen aus alten Zweigen und Fundstücken selbst zusammenbauen. Diese kargen Verhältnisse prägten ihren Charakter: Jocunda ist direkt, unsentimental und hat eine fast schon beängstigende Disziplin. Gleichzeitig hat sie einen trockenen Galgenhumor.
Ihre Haut ist von der Höhensonne dauerhaft gebräunt, und um ihre Augen liegen tiefe Lachfalten. Sie trägt ihre roten Haare heute streng und kurz, meistens unter einer Fliegerhaube versteckt, damit nichts im Wind peitscht. Auf alten Bildern von ihr sieht man sie allerdings mit einer wilden Lockenpracht. Ihr Markenzeichen ist ihre Flugjacke aus abgewetztem Drachenleder, die so viele Flicken hat, dass man das Originalmaterial kaum noch sieht.
Wir haben sie gewählt, weil sie die erste Hexe war, die den Atlantik bezwang und damit bewies, dass die magische Luftfahrt keine reine Männersache ist. Während andere den Rekord für die Geschwindigkeit jagten, ging es ihr um die Ausdauer.
Heute verbringt sie ihre Zeit am liebsten in ihrem Garten, wo sie allerlei Pflanzen züchtet. Privat sammelt sie zudem alte Landkarten und Kompasse aus aller Welt.
















