Lunastria
Hexenakademie
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Prompt August 2026
01.08.2026 um 11:40 Uhr
Verliebt in Gelb
Das dumpfe Murmeln der Trents lag wie ein tiefes Vibrieren in der Luft, als Hazel den Elsterwald betrat. Sie passte höllisch auf, wohin sie trat – nach Professorin Elspeths Warnung wollte sie sich ungern von einer mürrischen Wurzel zu Fall bringen lassen. Citrin saß in Habachtstellung auf ihrer Schulter. Sie suchte neugierig die Umgebung ab.
Schon bald glitzerte es im dichten Unterholz. Hinter den großen Blättern eines wilden Rhabarbers entdeckte Hazel es: ein winziges Häuschen, kunstvoll in die Rinde einer alten Birke hineingeschnitzt, mit einer winzigen Tür aus einer Eichelkappe.
Davor saß eine Pix. Sie hatte libellenartige, schimmernde Flügel, trug ein grünes, zartes Blätterkleid und polierte gerade wild entschlossen eine gelbe Glasmurmel. Ihr langer, filigran geflochtener Zopf, wippte bei ihrer Arbeit hin und her.
Hazel pirschte sich vorsichtig heran, ging in die Hocke und flüsterte einen sanften Verständigungszauber: „Linguis Spiritus.“ Ein zarter, goldener Funke flog von ihrer Hand zu der kleinen Pix. Um zu zeigen, dass sie in friedlicher Absicht kam, legte Hazel eine wunderschöne, gelbe Phiselia Blume, sachte auf den Waldboden.
Die Pix schreckte auf, die Flügel sirrten aufgeregt. Doch als sie die Blüte sah, wurden ihre Augen riesig. Sie stürzte sich förmlich darauf, vergrub ihr Gesicht im Blütenstaub und stieß ein hohes, quietschendes Lachen aus.
„Oh, gelb! Wunderschön gelb! Du hast Geschmack!“, piepste sie mit einer Stimme, die wie kleine Glöckchen klang.
Hazel lächelte erleichtert. „Hallo. Ich bin Hazel. Und wie heißt du?“
Citrin begrüßte die Pix auch freundlich und ihr war anzusehen das sie erstaunt war, doppelt so groß zu sein wie dieses zarte Wesen.
Bericht
Die Begegnung und Beobachtung:
Im östlichen Teil des Elsterwaldes konnte ich eine Pix aus nächster Nähe beobachten und erfolgreich Kontakt aufnehmen. Ihr Name ist Pippa. Sie wohnt in einer gemütlichen, ausgehöhlten Birke, deren Eingang mit einer Eichelkappe verziert ist. Um ihre Aufmerksamkeit zu erregen und meine friedlichen Absichten zu zeigen, habe ich ihr eine gelbe Phiselia Blume als Geschenk dargebracht. Mithilfe eines einfachen Verständigungszaubers konnten wir barrierefrei miteinander kommunizieren.
Eigenheiten und Besonderheiten von Pippa
Was sie mag: Pippa ist absolut verrückt nach allem, was die Farbe Gelb hat, und sammelt leidenschaftlich gerne glänzende Gegenstände, die Hexen oder andere Reisende verlieren. Ihr wertvollster Besitz ist eine gelbe was golden glänzende Glasmurmel. Außerdem liebt sie süßen Nektar aus Waldblumen.
Ihre Aufgaben/Handel: Pippa betreibt einen kleinen Tauschhandel mit den Waldtieren. Sie tauscht getrocknete Heilkräuter und gefundene glitzernde Dinge gegen hübsche Steine oder bunte Federn.
Besonderheiten: Sie ist unglaublich flink und neigt dazu, Sätze doppelt zu sagen, wenn sie aufgeregt ist („Schön, schön!“, „Guck mal, guck mal!“). Zudem hat sie eine enge Freundschaft zu einem der ansässigen Trents namens „Borkenbart“ aufgebaut. Sie verriet mir kichernd, dass Borkenbart es liebt, wenn sie ihm die Moosflechten hinter den hölzernen Ohren kratzt, weil er selbst nicht herankommt – das ist wohl das Geheimnis, warum er sie noch nie hat stolpern lassen.
Reflektion
Die Begegnung mit Pippa hat mir gezeigt, dass Naturgeister trotz ihres Hangs zu magischem Chaos sehr zugänglich sind, wenn man ihnen mit Respekt, Achtsamkeit und einem passenden Geschenk begegnet. Sie sind keine Wesen, die man beherrschen kann, sondern Partner des Waldes. Pippa hat eingewilligt, mich wieder auf einen „Löwenzahn-Tee“ in ihrem Garten zu empfangen. Auf dem Rückweg bin ich tatsächlich über eine Wurzel gestolpert – als ich mich umdrehte, schien der Trent leise zu knarzen. Ich verbuche das als den von Professorin Elspeth erwähnten, seltsamen Humor des Waldes und habe mich höflich verbeugt.














