LUNASTRIA HEXENAKADEMIE

  • Das neue Jahr
    14 Januar, 2026||
10 Januar, 2026| Echo|

Die letzte Stunde Nähpraxis fühlte sich für Echo besonders an. Alle schauten gespannt auf die Tür und dann kam Professorin Jeanie herein. Sie begrüßte die Klasse mit einem warmen Lächeln und dankte allen für die vielen Stunden Kreativität und Fleiß, Geduld und Mut. Heute stand die Abschlussprüfung an. Kein Zeitdruck, keine Hektik, sondern eine Aufgabe, die alles vereinte, was sie gelernt hatten, am Notizblock sowie an der Nähmaschine.

Echo hörte aufmerksam zu, als Professorin Jeanie erklärte, dass vier Kleidungsstücke entworfen werden sollten, jeweils inspiriert von einer Jahreszeit. Noch bevor die Erklärung endete, wusste Echo, welches Thema sie wählen wollte. Für sie waren Jahreszeiten immer mit Gerüchen, Farben und kleinen Erinnerungen verbunden. Mit Früchten, Essen und Momenten, die sich vertraut anfühlen. Genau das wollte sie zeigen und in ihren Designs umsetzen.


Sie begann mit dem Moodboard. 

🍓Für den Frühling klebte Echo Bilder von Erdbeeren, Blüten und Blumen auf. Die Farben waren zartes Rosa, frisches Grün und Creme. Sie plante ein leichtes Kleid aus dünner Baumwolle mit kleinen floralen Stickereien und Erdbeer-Applikationen.

🍉Der Sommer bekam kräftige Farben. Wassermelonenrot, sattes Grün und ein Hauch Türkis. Luftiger Stoff, wenig Stoff, ein Schnitt, der Bewegung zuließ und perfekt ist für einen Tag am Strand.

🎃Für den Herbst wählte Echo Kürbis, Tee und warmes Licht. Orange und Schwarz waren die Farben der Wahl. Dickere Stoffe, weiche Formen, gemütlich und gleichzeitig kompatibel mit Halloween.

🥜Der Winter schließlich war ruhig und klar. Schnee, Gebäck und warme Schals. Creme, Brauntönen und Wollstoff, kombiniert mit weichen Kanten. Repräsentiert von einer Walnuss. Ein besonderer Einfall den Echo hatte war, dass der Gürtel aus leichtem Metall sein würde und den Nussknacker repräsentierte.


Nachdem sie ihr Konzept zusammengestellt hatte auf dem Moodboard, begann Echo mit dem Nähen. Stich für Stich setzte sie ihre Ideen um, ruhig und konzentriert. Erst die Muster, dann die Nähmaschine und viele handgefertigte Details. Am Ende lagen vier Kleidungsstücke vor ihr, unterschiedlich und doch verbunden. Wie ein ganzes Jahr, festgehalten in Stoff. Echos Hände schmerzen, aber sie war zufrieden mit dem Ergebnis. Die Stunde war längst vorbei und sie hatte gar nicht gemerkt, dass es schon Nacht geworden war.


Am nächsten Tag betrachtete Professorin Jeanie die Arbeiten lange und nickte zufrieden. Echo spürte Stolz und vielleicht würden ihre kleinen Kreationen ja noch deinen schönen Nutzen finden.