Nach langem Warten stand endlich das Häschenmond Fest an. Wir alle waren aufgeregt und konnten den besonderen Tag kaum erwarten – auch unsere Elfen schienen nervös, schließlich hatten auch sie etwas für den Tag vorbereitet. Nachdem ich mich umgezogen und mit Jeanne getroffen hatte, schlenderten wir los. Hinter uns flogen Finja und Jeje, die sich aufgeregt unterhielten.

Von weitem konnten wir Stände erkennen, welche herrlich zum Anlass geschmückt waren und allerhand Essen und Aktivitäten bereithielten. Kunstvoll gezeichnete Holzschilder erinnerten an das große Event am Abend, bis dahin wollten wir uns jedoch die Zeit mit anderen Aktivitäten verbringen. Wir sahen nicht nur viele Hexen, sondern trafen auch einige andere Schülerinnen, die freudig und voller guter Laune das Event genossen. Der erste Stand hatte große Hasenohren als Dekoration und bot Kekse in der gleichen Form an. Wir probierten gleich einen und auch die Elfen konnten nicht genug von den Leckereien bekommen. Die nächsten Stände hielten Spiele bereit, von verschiedenen Ausmalbildern (unsere Elfen haben ein kleinen Plüschhasen gewonnen, weil sie so schnell waren!) über ein kleines Labyrinth mit verschiedenen Blumen an jeder Ecke. Ein wahres Spektakel für die Augen und alle Beteiligten.

Bevor es weiter zum Essen ging, hielten wir an einem Glückskarten-Stand an. Wir alle zogen eine Glückskarte, auf der steht, was uns das Jahr über an Glück begleitet. Auf meiner war ein Bild einer Sonne, welches für Glück in der Natur steht. Jeanne hingegen hatte ein Kirschblütenast, welches für Glück in der Liebe steht. Wir werden sehen, wie viel Glück uns erwartet.

Der nächste Stand hingegen hielt keine Kekse, sondern (wer hätte es ahnen können?) Cupcakes bereit. Für das Häschenmond-Event gab es allerhand Köstlichkeiten für Maron – mit Erdbeeren und Zuckerblumen in bunten design. Vanille und Schokoladen-Frosting mit kleinen Zuckerperlen – ein Traum für jeden, der den kleinen Küchlein nicht widerstehen kann. Nachdem wir uns mit reichlich Zucker und Getränke eingedeckt hatten, setzten wir uns auf eine Decke auf dem vorgesehenen Platz. Ein Picknick im freien ist was Schönes – dort plauderten wir noch aufgeregt mit anderen Schülern und die Elfen verschwanden kurz danach, denn das große Event stand bald an.

Wir blieben dort sitzen bis es schließlich langsam zu dämmern begann. Jetzt war es an der Zeit das wir uns zu dem Treffpunkt auf machten. Dafür mussten wir den Wald durchqueren. Damit jeder auch den Weg finden konnte schwebten kleine Flammengeister hoch über dem Weg. Es war ganz leise im Wald, nur ab und zu war ein Flüstern zu hören. Schließlich kamen wir auf einer Lichtung mitten im Wald an. All unsere Elfen bildeten einen großen Kreis über uns. Auch wir stellen uns im Kreis auf und warteten darauf, dass es losging.

Um Mitternacht betraten mehrere Vollhexen die Mitte des Kreises und richteten ihre Stäbe zum Häschenmond empor. Aus den Zauberstäben strömte ihre Magie und verband sich zu einem großen Strahl. Oben am Himmel angekommen entfesselte sich die ganze Kraft und bildete die schönsten Wirbel und Explosionen. Manche verschmolzen zu Bildern andere umrahmten eher das Gesamtbild. Maron und Jeanne beobachteten alles mit strahlenden Augen. Als die Vollhexen fertig waren, schwebten die Elfen empor und vollführten Kunststücke, zauberten zusammen in Formationen, danach schwebten sie zu ihren Hexen. Nun durften auch alle anderen anwesenden Hexen ihren Beitrag leisten. Auch wir hoben unsere Zauberstäbe und entfesselten unsere Magie im Himmel.

Wir feierten weiter bis schließlich der Häschenmond untergegangen war und die Sonne wieder strahlte. Erschöpft aber glücklich machten wir uns mit unseren Elfen auf den Heimweg.

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