Musikunterricht mit Evaluna

Ein unruhiges Getuschel ist im Klassenzimmer zu vernehmen, als die Lehrerin Majolana den Raum betritt. Schon seit den letzten Tagen ist die Anspannung, dank der bevorstehenden Prüfungen, in der Luft zu spüren.
Unruhig rutscht Evaluna auf ihrem Stuhl hin und her und folgt den Schritten von Majolana, welche sich geradewegs zur Tafel begibt. Als diese sich umdreht fällt einen sofort ein dickes Lehrbuch auf, welches sich wohl auf Grund des Eigengewichtes, im Klammergriff der Lehrerin befindet: „Tonleitern und ihre magischen Eigenschaften“, steht in großer Regenbogenschrift darauf.

Majolana geht durch die Gänge und händigt jedem zweiten Schüler ein Notenblatt aus: „Heute übt ihr in Paaren, wie man dank einfacher Tonabfolgen Zaubersprüche verstärken kann.“ Evaluna sieht sich fragend um. Einige der Schülerinnen holen ihr Instrument aus dem Rucksack oder zaubern es herbei. Als ihr Blick durch die Reihen wandert fällt ihr plötzlich eine Schülerin mit weißen Haaren ins Auge. Da diese nicht wie alle anderen, ein Instrument hervorholt. Evaluna steht auf und geht vorsichtig, aber zielstrebig auf sie zu. „Hallo, mein Name ist Evaluna…würdest du mit mir zusammen üben?“ Das Mädchen schaut freundlich auf und nickt ihr zu: „Gerne noch, ich bin Jeanne.“
Majolana winkt die Klasse zusammen, als jeder einen Partner gefunden hat und alle gehen in zweier Reihen nach draußen in den Hof. Dort angekommen demonstriert die Klassenlehrerin ein erstes Beispiel. Mit dem Zauberstab lässt Majolana ein kleines Bäumchen wachsen. „Das ist die normale Variante. Ein einfacher Wachstumszauber“, noch während sie diese Worte ausspricht zaubert sie eine Querflöte herbei und fängt direkt an darauf zu spielen. Daraufhin erscheint ein zweiter Baum. Aber im Vergleich zu dem ersten Zauber funkeln wild Noten durch seine Blätter. Diese wirbeln immer schneller um die Pflanze und beschleunigen ihr Wachstum enorm. Als die Lehrerin mit ihrem Spiel stoppt, kommt auch das Gewächs zum Stillstand. „Seht ihr, der gleiche Zauberspruch, der zweite war jedoch mit einer einfachen Tonabfolge verstärkt.“, lässt sie die Schüler wissen. „nun seid ihr an der Reihe. Zaubert erst einen einfachen Zauberspruch und wendet dann den gleichen Spruch mit Notenmagie an.“, mit diesen Worten begibt sich Majolana an den Rand und beäugt die Schüler aufmerksam, bei ihren Übungen.

Die Schüler hatte mehrere kleine Blumentöpfe vor sich stehen, damit sie den Notenzauber üben konnten. Evaluna und Jeanne standen mit ihren Instrumenten im Schatten des neugewachsenen Baumes. Zu allererst versuchte Evaluna den Zauber. Genau wie Majolana führte sie zuerst ganz normal mit ihrem Zauberstab den Wachstumszauber aus. Die kleine Blume vor ihnen fing an zu wachsen. Danach fing sie an für die zweite Blume auf ihrer Harfe zu spielen. Die Noten tanzten um die Blume herum bis in voller Pracht erblühte. Sie wirkte viel kräftiger und strahlender als die Erste.
Majolana begutachtete das Ergebnis und war sichtlich zufrieden. Gut gelaunt schlenderte sie zur nächsten Gruppe. Nun war Jeanne an der Reihe. Da sie sich auf Runenmagie spezialisiert hat, fing sie an einen Runenkreis auf den Boden zu legen. Dazu nutze sie verschiedene Steine, auf denen sie dann die Runen zeichnete. In die Mitte des Kreises stellte sie ihre Erste Blume. Auch sie führte zunächst ganz normal den Zauber aus. Als die Pflanze fertig gewachsen war, wechselte sie den Topf und holte ihre Blockflöte raus und fing für die zweite Blume an zu spielen. Nach kurzer Zeit stand eine weitere schön strahlende Blume vor ihnen. Beide freuten sich und gaben sich ein „High Five“.
Auch die anderen Schüler schienen erfolgreich gewesen zu sein. Man hörte aufgeregtes Geflüster und hier und da auch ein paar Freudesausrufe.
Majolana stand nun wieder vor der Klasse „So, zum Anschluss der Stunde pflanzen wir eure Blumen noch ein, damit sie schön weiter gedeihen können. Da ja, aber jeder von euch zwei Blumen hat dürft ihr eine mit nach Hause nehmen und euch dort weiter um sie kümmern. Seht es als kleines Andenken an diese Zauberlektion! Und nun los hopp hopp, die nächste Unterrichtseinheit steht gleich an!“

Die Schülerinnen fingen zügig an die Blumen geordnet in ein frisches Beet einzupflanzen. Evaluna und Jeanne hatten sich beide für die strahlende Blume entschieden, um sie mit nach Hause zu nehmen. Nachdem alles erledigt war, lief die Gruppe mit ihren Blumen zum Klassenzimmer zurück und bereiteten sich auf die nächste Stunde vor. Das Klassenzimmer war von einem schönen Blumenduft erfüllt, als die nächste Stunde begann.

Gartenpraxis 10. Stunde

Meine Gruppe startet im Süden der Insel. Wir haben unseren Kräuterratgeber dabei und beschließen erstmal loszulaufen und Ausschau zu halten. In dem Ratgeber steht, dass sie gerne an dunklen Orten wächst. Also beschließen wir im dichten Wald anzufangen zu suchen. Wir sind die Hauptwege abgelaufen, aber auch abseits der Wege. Leider konnten wir dort, bis auf ein paar seltsame Wesen, die wir vorher noch nie gesehen hatten, nicht fündig werden. Da das Suchen uns schon einige Stunden geraubt hatte, beschlossen wir am Strand eine Pause einzulegen.

Wir holten uns Getränke und schauten aufs Meer. Wir sahen einen Sturm auf uns zu ziehen. Schon ein paar Minuten später fing es schrecklich stark an zu Regnen. Wie wir so da saßen, fiel uns eine Höhle in der Bucht auf. Dort konnten wir einen Unterschlupf finden und auch nach dem Kraut schauen. Hoffnung machte ich breit und wir rannten rüber.

Vorsichtig inspizierten wir den Eingang. Mit Hilfe von einem Zauber machten wir uns Licht und gingen tiefer hinein. Und tatsächlich fanden wir dort das Felint-Kraut. Sofort sagten wir unserer Lehrerin bescheid und nahmen das Kraut mit.

Gartenpraxis 7. Stunde

Wir kamen im Schlossgarten an und es gab viel zu tun. Daher teilten wir uns in Gruppen auf. Die einen mähten den Rasen und die anderen pflanzten neue Blumen ein. Am Ende wollten wir dann alles Gießen. Ich war in der Bepflanzungsgruppe. Mit Hilfe von Jeje pflanzten wir mehrere neue Blumenbeete an und sogar ein Blumenlabyrinth.

Am Ende nutze ich meinen Runenstein um einen Schutzzauber über die Blumen zu legen, damit sie nicht von Käfern angefallen werden können. Danach zauberten wir Regen herbei. Damit waren wir fertig für heute.

Häschenmond mit Maron

Nach langem Warten stand endlich das Häschenmond Fest an. Wir alle waren aufgeregt und konnten den besonderen Tag kaum erwarten – auch unsere Elfen schienen nervös, schließlich hatten auch sie etwas für den Tag vorbereitet. Nachdem ich mich umgezogen und mit Jeanne getroffen hatte, schlenderten wir los. Hinter uns flogen Finja und Jeje, die sich aufgeregt unterhielten.

Von weitem konnten wir Stände erkennen, welche herrlich zum Anlass geschmückt waren und allerhand Essen und Aktivitäten bereithielten. Kunstvoll gezeichnete Holzschilder erinnerten an das große Event am Abend, bis dahin wollten wir uns jedoch die Zeit mit anderen Aktivitäten verbringen. Wir sahen nicht nur viele Hexen, sondern trafen auch einige andere Schülerinnen, die freudig und voller guter Laune das Event genossen. Der erste Stand hatte große Hasenohren als Dekoration und bot Kekse in der gleichen Form an. Wir probierten gleich einen und auch die Elfen konnten nicht genug von den Leckereien bekommen. Die nächsten Stände hielten Spiele bereit, von verschiedenen Ausmalbildern (unsere Elfen haben ein kleinen Plüschhasen gewonnen, weil sie so schnell waren!) über ein kleines Labyrinth mit verschiedenen Blumen an jeder Ecke. Ein wahres Spektakel für die Augen und alle Beteiligten.

Bevor es weiter zum Essen ging, hielten wir an einem Glückskarten-Stand an. Wir alle zogen eine Glückskarte, auf der steht, was uns das Jahr über an Glück begleitet. Auf meiner war ein Bild einer Sonne, welches für Glück in der Natur steht. Jeanne hingegen hatte ein Kirschblütenast, welches für Glück in der Liebe steht. Wir werden sehen, wie viel Glück uns erwartet.

Der nächste Stand hingegen hielt keine Kekse, sondern (wer hätte es ahnen können?) Cupcakes bereit. Für das Häschenmond-Event gab es allerhand Köstlichkeiten für Maron – mit Erdbeeren und Zuckerblumen in bunten design. Vanille und Schokoladen-Frosting mit kleinen Zuckerperlen – ein Traum für jeden, der den kleinen Küchlein nicht widerstehen kann. Nachdem wir uns mit reichlich Zucker und Getränke eingedeckt hatten, setzten wir uns auf eine Decke auf dem vorgesehenen Platz. Ein Picknick im freien ist was Schönes – dort plauderten wir noch aufgeregt mit anderen Schülern und die Elfen verschwanden kurz danach, denn das große Event stand bald an.

Wir blieben dort sitzen bis es schließlich langsam zu dämmern begann. Jetzt war es an der Zeit das wir uns zu dem Treffpunkt auf machten. Dafür mussten wir den Wald durchqueren. Damit jeder auch den Weg finden konnte schwebten kleine Flammengeister hoch über dem Weg. Es war ganz leise im Wald, nur ab und zu war ein Flüstern zu hören. Schließlich kamen wir auf einer Lichtung mitten im Wald an. All unsere Elfen bildeten einen großen Kreis über uns. Auch wir stellen uns im Kreis auf und warteten darauf, dass es losging.

Um Mitternacht betraten mehrere Vollhexen die Mitte des Kreises und richteten ihre Stäbe zum Häschenmond empor. Aus den Zauberstäben strömte ihre Magie und verband sich zu einem großen Strahl. Oben am Himmel angekommen entfesselte sich die ganze Kraft und bildete die schönsten Wirbel und Explosionen. Manche verschmolzen zu Bildern andere umrahmten eher das Gesamtbild. Maron und Jeanne beobachteten alles mit strahlenden Augen. Als die Vollhexen fertig waren, schwebten die Elfen empor und vollführten Kunststücke, zauberten zusammen in Formationen, danach schwebten sie zu ihren Hexen. Nun durften auch alle anderen anwesenden Hexen ihren Beitrag leisten. Auch wir hoben unsere Zauberstäbe und entfesselten unsere Magie im Himmel.

Wir feierten weiter bis schließlich der Häschenmond untergegangen war und die Sonne wieder strahlte. Erschöpft aber glücklich machten wir uns mit unseren Elfen auf den Heimweg.