Regeln & Gesetze – 3. Stunde

„Du darfst keinen Reichtum aus dem Nichts erschaffen“.

Fee schauderte kurz bei dem Gedanken an die Regel. Vor ein paar Tagen erst hatte sie im Archiv einen furchtbaren Bericht gelesen. Vor einigen Jahren hatte eine Hexe trotz aller Warnungen gegen dieses Gesetz verstoßen. Es scheint als wäre die Bestrafung gegen dieses Vergehen für jede Person individuell und die betroffene Hexe traf es besonders schwer: Alles was sie berührte wurde zu einem golden glänzenden Metall. Was sich zunächst gar nicht so schlecht anhörte stellt sich aber als grausamer Scherz des Schicksals heraus. Tatsächlich handelte es sich bei dem material nicht um das wertvolle Material, sondern um eine Imitation, die innerhalb weniger Stunden zu Staub zerfiel. Die Hexe bemerkte diese Tatsache zunächst nicht und vergoldete beinahe alles in ihrem Besitz. Bis die ersten Gegenstände plötzlich anfingen zu verschwinden. Entsetzt bemerkte die Hexe was passierte und in ihrem Schrecke berührte sie schließlich ihre magische Begleiterin. Sofort verwandelte sich ihre Fee in ein Stück Goldimitat und fiel zu Boden. Entsetzt vor Trauer fiel die Hexe auf die Knie und wischte sich mit den Händen die tränen vom Gesicht – und die Hexe wurde ebenfalls zu dem Goldimitat.

Eine Gänsehaut schlich sich über Fee’s gesamten Körper, als sie an diese grausame Wendung des Schicksals dachte…

Elfenlichtung

Shasha langweilt sich bei dieser Hitze im Zimmer unendlich und will etwas Spannendes erleben, bevor sie sich wieder einem Elfenkurs stellt. Es ist auch viel zu heiß um etwas Neues zu lernen. Sie freut sich deshalb als Taka sich beschließt sie heute bei der Elfenlichtung abzugeben.
Dort angekommen sieht sie schon die anderen Elfen herumschwirren. Die scheinen echt viel Spaß zu haben und gleich fühlt sich die Hitze nicht mehr so erdrückend an. Schon gleich sieht sie ihre zwei neuen Freundinnen Nikkô und Phy. Bisher hatten sie noch nicht Zeit sich viel miteinander zu unterhalten. Sie winkt Taka noch einmal zu und dann fliegt sie schon los.
Die anderen beiden sind gerade sehr konzentrier auf der Suche nach etwas. Zuerst traut sich Shasha nicht nachfragen, was die beiden machen, aber sie will natürlich mitmachen, deshalb räuspert sie sich und fragt: „Habt ihr beide etwas verloren?“
Die beiden waren zu konzentriert um Shasha überhaupt zu sehen deshalb sind sie ganz schön verwirrt als sie die Frage hören. Nikkô antwortet Shasha „Aber nein, wir suchen Elfenbeeren!“

„Genau!“, stimmt ihr Phy zu, „Angeblich gibt es hier superleckere Elfenbeeren und wir such gerade welche. Willst du mitmachen?“ Das lässt sich Shasha nicht zweimal sagen, denn Elfenbeeren gehören zu ihren Lieblingsspeisen. „Aber klar! Wisst ihr worauf wir achten müssen?“
Die beiden zucken ihre Schultern und Shasha muss auch zugeben „Ich leider auch nicht, aber das machen wir schon!“, sagt sie den beiden aufmunternd.
Gemeinsam machen die drei sich auf den Weg und untersuchen jeden Busch und jeden Baum. Sie wissen nicht genau ob die Beeren auf Bäumen oder Büschen wachsen, deshalb wollen sie nichts auslassen. Dann plötzlich entdeckt Phy ein Elfenbäumchen und ruft die beiden anderen zu sich! „Schaut! Dort!“, flüstert sie den beiden zu, als sie endlich da sind. Vor ihnen rankt sich ein Bäumchen empor und an jedem seiner Äste sind mehrere kleine Elfenbeeren zu finden. Die Elfen haben den Jackpot geknackt und jede schnappt sich eine Beere und fängt gleich an zu mampfen. Die saftigen Beeren schmecken in der Hitze gleich noch viel besser.

Nikkô hat die Idee für die anderen Elfen auch noch ein paar mitzunehmen, aber sie wissen nicht genau wie. Sie können kaum mehr als 2 Elfenbeeren in ihren kleinen Händen halten. Phy schaut sich etwas in der Umgebung um und entdeckt die großen Blätter der angrenzenden Bäume. Sie erklärt den beiden ihren Plan: „Wenn wir es schaffen die Blätter aneinander zu binden, dann könnten wir eine Art Sack oder Tasche basteln!“ „Wow! Das ist eine großartige Idee“, jubelt Shasha und fliegt sogleich zu den Bäumen. Zu dritt schaffen sie es ein paar der Blätter zu sammeln und machen sich ans aneinander binden. Sogleich ist eine kleine Tasche gebastelt, die bestimmt um die 10 Beeren halten kann. Sie sammeln die Beeren ein und mühsam schleppen sie sie zu den anderen Elfen, die gerade auf der Elfenlichtung sind.